„ Man staunt über die Komplexität der Kompositionen,
die mit diesem winzigen mechanischen Instrument
zum Erklingen zu bringen sind “

Nina Polaschegg

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OHNE TITEL 2 (1995/98)

für Kurbelspieluhr

Einzelnes Werk

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Zwei Worte zum Stück OHNE TITEL 2 für Kurbel-Spieluhr

Die Form der Komposition Ohne Titel 2 kann in zwei Worten so beschrieben werden: Es handelt sich um zwei aufeinanderfolgende Prozesse: Erst um eine progressive Überlagerung eines Materials (A) durch ein anderes (B) und danach um eine totale Wesens-Transformation des zweiten Materials, in etwas was man C nennen könnte.

Dies kann auf den hier abgebildeten Lochstreifen des Stücks verfolgt werden: Links sieht man wie ein regelmäßiger Puls aus repetierten Akkorden allmählich durch irregulär gestaltete Tonakkumulationen überlagert und zersetzt wird. Das wäre der Prozess von A nach B.

In der Abbildung unten, (eine im Verlauf des Stücks spätere Seite der abgebildeten Lochstreifen) kann man beobachten, wie die bandartige Tonakkumulation und die Reste der pulsierenden Akkorde sich vermischen und qualitativ transformieren zu einem ganz neuen Musiktypus: eine im Grunde einstimmige Meodie. Diese wäre dann Etappe C.

Das obere Zitat stammt aus dem Text ...eine Einladung zum selbstständigen Denken... Zur Musik von Tom Sora von Michael Zwenzner (3. Absatz). Falls sie erfahren möchten, welchen Zusammenhang es zwischen Ohne Titel 2 und dem Zyklus 20 Töne gibt, können Sie diesen Text lesen.

Vierte Seite von Ohne Titel 2 (Foto: T. Sora)
Ohne Titel 2, Seite 4 der Tabulatur (Foto: Tom Sora)