„Tom Sora hat ganz klar im Kopf, was er hören will. Und ich merke es auch sehr während der Arbeit mit ihm,
dass er alles in Bezug nimmt: Nicht nur Klangdetails, auch den Ablauf der Großform. Ich kann mir auch denken, dass man sich beim Hören vorstellt:
Dieses Musikstück ist ein konkretes Kunstwerk, aus Stein gemacht. Und dann ist es Stein, es ist kein Holz, es ist Stein.“

Lucas Vis

Fotocollage: Bildschirm-Foto der mit dem Computer realisierte Komposition 3 angriffe von Tom Sora 
				(Foto: T. Sora) wird von verschiedenen Partiturseiten seiner Stücke überlagert

KOMPOSITIONEN

  • Vier Minuten Wucht (2016)

    für großes Ensemble
    (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Pauke, Klavier, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass)
    Uraufführung: 18. 6. 2016, München
    Dirigent: Peter Hirsch

  • Stahlbauten (2016)

    für Klavier
    Uraufführung: 23. 1. 2016, München
    Andreas Skouras: Klavier

  • Zweites Streichtrio (2015)

    Uraufführung: 23. 1. 2016, München
    TrioCoriolis - Heather Cottrell, Violine; Klaus Peter Werani, Viola; Hanno Simons, Violoncello

  • Heavy Metal (2015)

    für E-Gitarre und Percussion
    Uraufführung: 23. 1. 2016, München
    Johannes Öllinger: Gitarre, Thomas Hastreiter: Perkussion

  • Wenn das Vaterland uns unter die Fahnen ruft (2015)

    für Saxofon, Percussion, Klavier, (E-)Bassgitarre
    Uraufführung: 2. 12. 2015, München
    Ensemble Neues Kollektiv München

  • Hey Kellner, bring mir einen Schweinebraten (2015)

    für Sopran
    Text: Tom Sora
    Uraufführung: 9. 10. 2015, München
    Irene Kurka

  • Glassplitter (2014)

    für Klavier
    Uraufführung: 9. 1. 2015, Carnegie Hall, New York
    Nicolas Horvath

  • frei sein (2014)

    für zwei (akustische) Gitarren
    rezitierter Text: Immanuel Kant
    Uraufführung: 26. 3. 2015,
    44th International Festival of Contemporary Music,
    Poznan, Polen
    Johannes Öllinger, Martin Steuber

  • Viola (2012 und 2013)

    für Viola solo
    Uraufführung: 1. 7. 2012 + 19. 5. 2013, München
    Klaus-Peter Werani

  • "Über-Cage" : Collage (2012)

    Komputer, konkrete Klänge, Sprache
    Uraufführung: 12. 8. 2012, Radio BR-Klassik
    im Rahmen des Features Die Cage-Stunde
    von Julia Schölzel, Minas Borboudakis, Christoph Reiserer und Tom Sora

  • Gruppenzwänge (2011)

    für Streichtrio (Auftrag Trio Coriolis)
    Uraufführung: 22. 9. 2011, Schwaz,
    Trio Coriolis
    Dauer: 8 Minuten

  • Triaden (2010)

    für Orchester (Auftrag musica viva / Bayerischer Rundfunk)
    Uraufführung: 24. 9. 2010, München,
    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
    Leitung: Lucas Vis
    Dauer: 18 Minuten

  • ... wer sich nicht, wird nicht... (2009)

    für Sopran (verstärkt) und Schlagzeug
    Uraufführung: 16. 12. 2009, München
    Sop.: Anja Petersen; Perc.: Thomas Hastreiter
    Dauer: 10 Minuten

  • Granitfluss (2008)

    für Oboe, Klarinette, Trompete, Klavier zu vier Händen
    Uraufführung: 10. 12. 2008, München
    Interpreten: Giovanni Deangeli, Ob.; Stefan Schneider, Kl; Guido Segers, Tr.; Minas Borboudakis, Klav.; Minas Koutzampasopoulos, Klav.
    Dauer: 14 Minuten

  • Perfekte Kongruenz I (2007)

    Discklavier oder Komputer
    Dauer: 9 Minuten

  • Glut (2007)

    für Trompete und Schlagzeug
    Uraufführung: 23. 10. 2007, München
    Tr.: Guido Segers; Perc.: Thomas Hastreiter
    Dauer: 10 Minuten

  • Feld - In memoriam (2007)

    Komputer-Komposition
    Uraufführung: 13. 10. 2007, München
    Dauer: 13 Minuten
    Zusammenarbeit für den gleichnamigen Film mit:
    Jürgen Schneider, Schlagzeug-Improvisation (präparierte Perkussion) und
    
Roger Kausch, Video (Einzelbild-Bearbeitung)

  • Staub und Schlamm (2006)

    für Klavier, Xylophon, Marimba, 3 Posaunen. Sollte dirigiert werden.
    Uraufführung: 17. 10. 2006, München
    Ensemble TrioLog (Th. Hastreiter, W. Winkel, Fr. Schwinghammer, H. Profanter)
    Dauer: 12 Minuten

  • Destillation (2004 - work in progress)

    sechsteiliger Zyklus für MIDI-Klavier
    Beginn eines work in progress: Die Serie wird mit vier weiteren „Destillaten“ fortgeführt, wobei ein jedes 4,5 Minuten dauert.

    1. 1) Improvisationscollage
    2. 2) Erstes Destillat aus „Improvisationscollage“
  • Drei Angriffe (2003)

    für MIDI-Klavier (ausschließlich mit dem Computer realisiert)
    Dauer: 10,25 Minuten

  • Gesetz und Freiheit (2001 - 2002)

    für 2 Pianisten (an einem Klavier, vierhändig), 4 Schlagzeuger, Disc-Klavier, Computer plus Klanganlage
    Muss dirigiert werden.
    Uraufführung: 22. 2. 2005, München
    Ensemble: XSEMBLE
    Dirigent: Nikolaus Richter de Vroe
    Dauer: 19,5 Minuten

  • Dunkle Vernunft (1999)

    für Schlagzeug und Zuspielband
    Uraufführung: 1999, München
    Schlagzeug: Stefan Blum
    Dauer: 10 Minuten

  • Immerfort (1999)

    für Flöte, Klarinette, Oboe und Vibraphon
    Uraufführung: , München
    Ensemble TrioLog (B. Jäckle, St. Schilli, Ch. Reiserer, E. Salmen)
    Dauer: 12 Minuten

  • 20 Töne (1993 - 1997) - op. 1

    Neun Kompositionen für Spieluhr oder Discklavier
    Gesamtdauer: ca. 40 Minuten


    1. Texturen (1993)
    2. Ohne Titel 1 (1993)
    3. Eingefangenes Monument (1993)
    4. Wechselspiele (mit 2 Stimmen) (1994)

    5. Ohne Titel 2 (1995 / 98)
    6. Tradiertes Material (1995)
    7. Unterbrochene Bänder (1995)
    8. Unterbrochenes Band (1996)
    9. Diskontinuität und Überblendung (1996)

DESTRUKTIV = KONSTRUKTIV

Der Ausgangspunkt von Tom Soras Arbeit an jeder neuen Komposition ist immer eine emotional und strukturell klar definierte klangliche Situation, eine Anfangszelle.

Aus dieser Zelle entwickelt er allmählich einen kontrastreichen Ablauf. Ganz zu Beginn ist sein Vorgehen also rein konstruktiv.

Das eigentliche Komponieren fängt aber für ihn erst mit dem nächsten strategischen Schritt an. Dieser Schritt ist auf den ersten Blick destruktiv: Sora komprimiert und strafft ständig den vorher eher intuitiv erstellten Ablauf.

Im Endeffekt erweist sich aber der destruktive Aspekt auch als konstruktiv, denn er führt zu immer neuen und oft unerwarteten Konstellationen, zu Überraschungen.

Diese zwei komplementären Vorgehensweisen - konstruktiv und destruktiv -, zwischen denen er im Verlauf der Arbeit ständig hin und her pendelt, bilden den Kern seiner Arbeitsweise.

Triaden für Orchester - Detail (Foto: Tom Sora)
"Triaden" für Orchester - Detail (Foto: Tom Sora)
Drei Angreiffe - Panorama (Foto: Tom Sora)
"Drei Angreiffe" für elektronische Klavierklänge - Panorama
(Foto: Tom Sora)
Gruppenzwänge - Detail der Partitur (Fotos: Tom Sora)
"Gruppenzwänge" - Detail der Partitur (Fotos: Tom Sora)
Feld - Ansicht im Klang-Bearbeitungsprogramm (Fotos: Tom Sora)
"Feld" - Ansicht im Klang-Bearbeitungsprogramm (Fotos: Tom Sora)